Hilfe, wo bin ich hier gelandet?!

Nachschlag gefällig? Mein zweites Buch mit dem bedeutungsvollen Namen "Neues Jahr, auch kein Glück", erscheint im Oktober 2016 und beleuchtet unter dem Motto "Was du dies Jahr kannst besorgen, verschieb auf nächsten Neujahrsmorgen", wie Sie bereits erahnen können, mein alljährliches, klägliches Scheitern an den guten Vorsätzen.

Ta daaa, es ist vollbracht. Mein erstes Buch. Ich bin schon ganz nervös.
Darf ich vorstellen "Psycho-Mom – Die Mutter hat 'ne Schraube locker".
Und Sie denken: "Wieder so eine Tussi, die versucht auf sich aufmerksam zu machen", stimmt's?!

Um ehrlich zu sein, bin auch ich ein bisschen zwiegespalten, da mir die Brisanz dieses Themas
mehr als klar ist. Warum? Weil ich mich getraut habe über ein Thema zu schreiben, was tatsächlich in unserer heutigen Welt noch zu einem der Tabuthemen Nummer 1 gehört. Es handelt sich hierbei um die Geschichte einer Mutter mit Depressionen und vielen anderen "Makeln", die es in der heutigen ach so perfekten Welt eigentlich gar nicht gibt.

Aber nicht mit mir. Ich bin nicht perfekt und will es auch nicht mehr sein. Dafür hat der Perfektionismus meine Seele kaputtgemacht, und jetzt kann er mich mal. Da ich, trotz der Schwere dieses Themas, versucht habe den Humor zu bewahren, dürfte es für Betroffene vielleicht zu verharmlosend klingen. Seien Sie sich sicher, das ist es nicht. Meine Absicht war es einzig und allein, diese schwer verdauliche Problematik leserfreundlich zu gestalten.

Natürlich habe ich mich ganz bewusst für das Thema Muttersein mit Depressionen entschieden. Aber nicht, wie gerne behauptet wird, um in erster Linie damit Aufmerksamkeit zu provozieren, sondern um das Thema aus der Tabuzone zu holen. Wie auch die anderen Themen, die ich in meinem Buch aufgegriffen habe. Mein Bestreben ist es, dass endlich frei darüber gesprochen werden kann, dass man Depressionen hat, die eigenen Mutterqualitäten infrage stellt, sich dem Konsumzwang unterworfen hat, soziale Netzwerke ein erheblicher Grund für Minderwertigkeitskomplexe sind, oder man die Schönheitschirurgie manchmal als letzten Ausweg sieht.

Und vor allem möchte ich ein Zeichen setzen, dass wir durch die Tabuisierung bestehender Problematiken geradezu neue Probleme schaffen. Denn der ganze Druck, in allen Lebenslagen immer perfekt sein zu müssen, zehrt, vor allem an unserer psychischen Konstitution.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Psycho Mom

Und weil ich schon ein wenig stolz auf mein erschaffenes Werk bin, zwänge ich Ihnen noch ein paar Outtakes zu den brisantesten Themen des Buches auf. Neugierig geworden? Ab sofort ist das Gesamtkunstwerk bei Amazon als Taschenbuch oder Kindle ebook erhältlich.

Depressionen

*** Keine organisierten Tage mit neuen Hobbys oder das Überarbeiten meiner Fotogalerie des sozialen Netzwerkes standen auf der Tagesordnung, sondern das Bett und die Couch waren meine neuen Freunde. Tagtäglich schleppte ich mit von da nach da, unberührt blieben Studienunterlagen, Nähmaschine und Leinwand. Was sollte man auch malen, wenn im Kopf nur noch Nacht herrscht? Ein schwarzes Bild passte nicht zu meiner farbenfrohen Wohnungseinrichtung. ***

Beautywahn

*** Alles in allem wartete ich für ein fünfminütiges, desillusionierendes Beratungsgespräch, bei dem mir sehr unfeinfühlig mitgeteilt wurde, wie es um die Beschaffenheit meines Busens bestellt war. »Man sieht, dass DIE mal gut in Schuss waren.«  Klar wusste ich, dass meine Brüste hingen, aber es so unverschämt ehrlich bestätigt zu bekommen, machte mich unsicher. So streifte ich mir den hautfarbenen Body über und probierte verschiedene Größen von Silikonkissen aus.

***

Übermuttertum

*** In Grüppchen versammelt, standen wir im vollgepillerten Wasser und diskutierten über Probleme, die es doch eigentlich nicht gab. Also nur bei entfernten Bekannten. »Meine Freundin hat wirklich Probleme beim Stillen«, tönte es von der einen Seite. »Eine Bekannte füttert im Ernst Gläschen«, krächzte es von der anderen Seite. »Was sagst Du dazu, hast du da einen Tipp?« Du, war in diesem Fall eine Hebamme, die den Schwimmkurs leitete, und natürlich für die ganzen Bekannten der Neumamas nützliche Tipps auf Lager hat. ***

Lebenswandel

*** Vorher habe ich natürlich vorsichtshalber noch bei meinen Accounts diverser sozialer Netzwerke mein Geburtstag ausgeblendet, aus Angst, dass jeder sieht, dass mir nur läppische 30 Personen ein gefühlsloses „Happy Birthday“ an die Pinnwand schmieren. Na ja, vielleicht auch nur 25, denn enge Freunde haben ja immerhin noch den Anstand per Handymitteilung zu schreiben. Das ist persönlicher. 

***

Blick ins Buch

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